Szenario Großschönau 2030

ExWoSt-Projekt: Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen

plakat die zukunft gemeinsam webenAm 23. + 24.08.2017 fand in Großschönau die letzte von insgesamt 4 Szenariowerkstätten statt. Diese stand unter dem Motto: Gemeinsam an der Zukunft weben. In der Veranstaltung wurden die Ideen aus dem bisher stattgefundenen Bürgerbeteiligungsprozess in Form einer Zukunftsgeschichte und eines Zukunftsplakates präsentiert. Das Plakat veranschaulicht sehr prägnant das wünschenswerte Zukunftsbild für die Gemeinde im Jahr 2030. Ebenso beeindruckte und berührte die Zukunftsgeschichte alle Anwesenden. Diese war atmosphärisch und emotional sehr ansprechend von der Forschungsbegleitung der Hochschule Neubrandenburg geschrieben und wurde hinsichtlich der darin steckenden Handlungsfelder und Leuchtturmprojekte mit allen diskutiert.

Was geschah an den beiden Tagen?
Am ersten Tag wurde die Zukunftsgeschichte von Professor Dehne im wunderbaren Ambiente bei sonnigem Wetter auf der Terrasse des Gemeindeamtes mit Blick in den Park vorgelesen (Foto mittig) . Sie stieß sowohl inhaltlich als auch emotional auf große Zustimmung bei den Anwesenden.  Im Anschluss daran arbeiteten alle Teilnehmer in Gruppengesprächen Handlungsfelder und die wichtigen Leuchtturmprojekten für die Gemeinde heraus. Sie zu identifizieren stand im Mittelpunkt des Tages.

 

Dr. Peter Dehne liest die Zukunftsgeschichte: Grossschoenau2030 vor.Der zweite Tag war dadurch bestimmt, einen Abgleich der Handlungsfelder aus der Diskussion des Vortages mit der vorliegenden SWOT-Analyse vorzunehmen und einen Konsens zu finden. Man verständigte sich u.a. darauf, dass die Weiterentwicklung des „Textildorfes Großschönau“ ein eigenes Handlungsfeld sein soll.

Die Arbeitsgruppe Jugend stellt ihre Ideen zum Thema: Realisierbare Kleinprojekte vor.Wichtig war an diesem Tag erste Umsetzungsschritte abzustimmen und Verantwortliche zu benennen. Dazu sollten die Teilnehmer „kleine Projekte“ entwickeln, die man schnell umsetzen kann. Die Jungen und die Erwachsenen zeigten erstaunlich viel kreatives Potenzial. U.a. hatten die Jugendlichen die Idee einer Bildungsbörse, wo Jugendliche und Unternehmer sich direkt auf unterschiedlichen medialen Plattformen begegnen (Präsentation  auf dem Foto links).

Das Thema Fachkräftegewinnung wurde auch von den Unternehmen aufgegriffen. So wurde von den Unternehmern z.B. eine lange Nacht der offenen Betriebe vorgeschlagen. Wohnangebote für Auszubildende können z.B. über eine Zimmerbörse bereitgestellt werden. Durch den in Kürze geplanten Breitbandausbau wäre im Bereich des Bahnhofs der Ausbau von WLAN durch Hotspots möglich. Diese und weitere Projektideen sollen nun weiterentwickelt und in ein Maßnahmekonzept überführt werden. Somit reißt der begonnene Zukunftsprozess nicht ab und wird, da sind wir uns sicher, noch mehr an Fahrt gewinnen.  

Die TeilnehmerInnen gingen nach der Werkstatt mit dem Bewusstsein nach Hause, dass durch den begonnenen Prozess die Bürger von Großschönau näher zusammengerückt sind und alle GEMEINSAM weiter etwas für die Umsetzung „ihrer Zukunftsgeschichte“ unternehmen werden.

Das Plakat wurde von Anna Luise Sulimma im Auftrag des BBSR für Großschönau erstellt. Die Fotos wurden von der Hochschule Neubrandenburg aufgenommen.

 

Über Detlef Apolinarski

Primär als Landschaftsarchitekt im Büro planart4 tätig.